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Unterwegs für unsere Mitglieder

Lobbyarbeit und Interessenvertretung – nicht nur im
parlamentarischen Raum

Berlin | Eine sehr direkte und basisorientierte Interessenvertretung für die aktiven Kursleitenden, Mitarbeitenden, Lehrenden und Dozenten unserer Mitgliedsunternehmen findet in guter und bewährter Kooperation mit dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung statt, bei dem der Bildungsverband Mitglied ist: Das Projekt GRETA zur Anerkennung der Kompetenzen Lehrender. Das Projekt soll die Berufsgruppe der Weiterbildner in Image und Reputation aufwerten. Eine solche Aufwertung ist dringend nötig und kann dann auch mit dazu beitragen, die Rahmenbedingungen für die Mitarbeitenden zu verbessern (siehe dazu auch Seite 3).

Lebensbegleitendes Lernen wird, insbesondere in Zeiten der Digitalisierung, immer wichtiger, für die Mitarbeitenden, aber auch für die Lehrgangs-, Kurs- und Maßnahmeteilnehmer. Hier ist der Bildungsverband Projektpartner in einem Projekt, das über Förderprogramme der Europäischen Union realisiert wird. Es werden Erfahrungen in Bezug auf lebensbegleitendes Lernen zwischen den verschiedenen Mitgliedsstaaten ausgetauscht. Maßgeschneiderte Lernprogramme, die Kombination von Lernen und Arbeiten, ebenso die Struktur von Curricula und Lernsequenzen sind die Themen – wir werden berichten.

Im Herbst stehen wieder Termine mit unseren Auftraggebern und Partnern an: Verbändetreffen und Fach-Austausch mit der Bundesagentur für Arbeit (BA).
Hier sind wir in etlichen Diskussionszusammenhängen am Ball: Im „Arbeitskreis Anbieterbewertung“, in dem es um Transparenz bei der Darstellung von Weiterbildungs-, demnächst auch Aktivierungsmaßnahmen mit Bildungsgutschein geht. Hier gibt es einen regelmäßigen Austausch zur Darstellung und Bewertung der Maßnahmen in KURSNET, der Datenbank der BA. Interessant dabei: hier sind alle Trägerverbände vertreten, die BA akzeptiert bei strittigen Fragen das Votum der Verbände, wenn es einstimmig erfolgt – eine solche Zusammenarbeit würden wir uns auch mit dem Einkauf wünschen, wenn es um ausgeschriebene Maßnahmen geht.
Seit Juni vertritt der Bildungsverband turnusgemäß im Anerkennungsbeirat die Bildungsträger (AZAV-Beirat nach § 182 SGB III). Das Konstrukt von Vorgaben des Beirats, Fachkundigen Stellen und Trägern, die nach der Anerkennungsverordnung zugelassen werden, bietet viele Stolpersteine und viel Bürokratie bei der Zulassung von Maßnahmen. Vielleicht können wir hier Verbesserungen erreichen – erst recht, zumal das Instrumentarium zurzeit vom Arbeitsministerium evaluiert wird.

Dem Einkauf der BA gegenüber versuchen wir notwendige Verbesserungen für unsere Mitglieder zu erreichen.

Die andere große Baustelle: Die Vergabe der ausgeschriebenen Fördermaßnahmen. Hier versuchen wir, dem Einkauf der BA gegenüber notwendige Verbesserungen und Erleichterungen für unsere Mitglieder zu erreichen. Wir haben die Zusammenarbeit mit anderen Trägern (Evangelischer Fachverband für Arbeit und Soziale Integration EFAS, bag arbeit, Verband deutscher Privatschulverbände VdP) intensiviert. Ziel ist es, ebenso geschlossen die gesamte Trägerlandschaft zu vertreten, wie sich dies bei der Anbieterbewertung entwickelt hat: Das kann verhindern, dass einzelne Verbände vom Auftraggeber gegeneinander ausgespielt werden.

Wir haben kürzlich bei unseren Mitgliedern eine Abfrage durchgeführt, die Themen generieren soll, die den Mitgliedern auf den Nägeln brennen und die wir dann gegenüber der BA ansprechen werden.

Was die Fördermaßnahmen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge BAMF betrifft (Integrationskurse), bereiten wir zurzeit eine Stellungnahme vor, die deutlich machen wird, an welchen Punkten die Verfahren verbessert, vor allem entbürokratisiert werden müssen.

Walter Würfel

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