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BBB Pressemitteilung 160205

Bildungsverband befürwortet staatliche Zuschüsse in der Weiterbildung

Bundesregierung will Chancen von Geringqualifizierten und Langzeitarbeitslosen auf dem Arbeitsmarkt endlich verbessern.

Berlin | „Der Kabinettbeschluss zur Stärkung der Weiterbildung in Deutschland ist ein Schritt in die richtige Richtung“, sagte Thiemo Fojkar, Vorstandsvorsitzender des Bildungs-verbandes (BBB) zu dem am Mittwoch vom Bundeskabinett verabschiedeten „Gesetzentwurf zur Reform des Arbeitslosenversicherungsschutz- und Weiterbildungsstärkungsgesetz – AWStG“. „Die Gewinner der Reform werden Langzeitarbeitslose und gering Qualifizierte sein, also die Schwächsten unserer Gesellschaft“, so Fojkar weiter.

Der Entwurf enthält Anreize für unentschlossene Weiterbildungsanwärter. So gibt es für geringqualifizierte Beschäftigte, die sich weiterbilden, Prämien für bestandene Zwischen- und Abschlussprüfungen; für Mitarbeiter in kleinen und mittleren Betrieben Zuschüsse, wenn sie sich außerhalb der Arbeitszeit weiterbilden. Selbst Grundkompetenzen wie Lesen, Schreiben, Mathematik werden gefördert, ohne die ein erfolgreicher Berufsabschluss nicht möglich ist. Angesichts des Mangels an Fachkräften unterstützen wir diese Neuerungen ausdrücklich.
Wenn das Gesetz in Kraft tritt, wird sich zeigen, wie es sich in der Praxis bewährt. Der BBB wird sehr genau hinschauen, wie die Arbeitsagenturen und die Jobcenter ihre Aufgaben erledigen und die Neurungen in der Praxis umsetzen werden. „Denn wir erinnern uns sehr gut, dass in den zurückliegenden Jahren, bis einschließlich 2015, die Gelder für die Weiter-bildung von Langzeitarbeitslosen massiv zurückgefahren wurden“, mahnte der BBB-Vorsitzende.