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Mitgliederbefragung 2016

Berlin | Alle zwei Jahre bittet der Bildungsverband seine Mitglieder um Informationen über seine Mitgliedsunternehmen, die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt sowie um ein Feedback zur Arbeit des Verbandes.

Erstmals wurde die Umfrage Online durchgeführt. Der große Vorteil liegt sowohl in der großen Arbeitserleichterung bei der Auswertung der Fragen als auch in der gesicherten Anonymisierung. Obzwar die Rücksendung eines ausgefüllten Fragebogens hierbei entfällt, und die Befragten damit weniger Zeit aufwenden mussten, konnte entgegen den Erwartungen die Rücklaufquote von 69 bzw. 79 Prozent aus den vergangenen Jahren nicht erreicht werden. Nur knapp ein Drittel der Mitglieder hat geantwortet. Das entspricht aber immer noch der durchschnittlichen Rücklaufquote, wie sie im Allgemeinen bei Online-Umfragen erwartet wird. Das schmälert zwar etwas die Aussagekraft, aber Trends sind dennoch zu erkennen, die helfen, die Verbandsarbeit entsprechend auszurichten.

Ein wesentliches Ergebnis der Befragung ist die unterschiedliche Einschätzung der zukünftigen Unternehmensentwicklung im Vergleich zu den vergangenen Erhebungen. Der zu erkennende Trend aus der letzten Erhebung hat sich fortgesetzt, hier ist die Erwartung an eine Kontinuität in den kommenden Jahren geäußert worden, was die Aktivitäten in Arbeitsmarktdienstleistungen betrifft.

Hatten im Jahr 2012 noch 73 Prozent der befragten Unternehmen die Erwartung geäußert, dass der Umsatz im Firmen und Privatkundengeschäft zunehmen wird, so sank diese Erwartung über 2014 mit 67 Prozent auf jetzt nur noch gut 50 Prozent. Weit über die Hälfte der Unternehmen sieht keine gravierenden Änderungen ihres Anteils der Umsatzsegmente im Bereich der Bundesagentur, Jobcenter und optierenden Kommunen in den nächsten Jahren.

Es wurde auch der Stand der Digitalisierung in den Bildungsangeboten der Mitgliedsunternehmen abgefragt. Zwei Drittel der befragten Unternehmen bieten digitalisierte Bildungsangebote für ihre Teilnehmer an, dieser Anteil wird sich noch erhöhen.

In welchen Themengebieten sollte der Bildungsverband seine Schwerpunkte setzen? Themen rund um die Tarifpolitik stehen hier weit vorn im Fokus der Mitglieder: Das kontinuierliche und nachhaltige Engagement des Bildungsverbandes, insbesondere seiner Zweckgemeinschaft, für den Mindestlohn und seine Weiterentwicklung ist hier ursächlich zu nennen.

Die Positionierung des Bildungsverbandes in der Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik ist für 78 Prozent der Befragten besonders wichtig.

Die Zufriedenheit der Mitgliedsunternehmen mit der Darstellung des Bildungsverbandes in der Öffentlichkeit hat zwar zugenommen (62 Prozent), sie bleibt trotzdem im Fokus und soll weiter verstärkt werden.

Erfreulich ist das positive Feedback bezüglich der Mediennutzung des Bildungsverbandes. Die Leserzahlen des Infobriefes konnten gesteigert werden, die Mischung zwischen bildungs- und arbeitsmarktpolitischen Beiträgen, internen Informationen und den Gastbeiträgen kommt offensichtlich an.

Die Nutzung der Webseiten hat sich erhöht – dies betrifft besonders die aufgerufenen Unterseiten zu bestimmten Themen. Dennoch soll die Internetpräsenz auch künftig kontinuierlich verbessert werden.

Bei den Fachveranstaltungen gibt es ein erhöhtes Interesse. Das ist Triebfeder die Qualität mit ansprechenden Themen, fachgerechten Inhalten und ausgesuchten Experten zu steigern.

Besonders erfreulich ist die sehr hohe Zufriedenheit mit der Verbandsarbeit mit einem Zuwachs auf 81 Prozent. Das zeigt das große Vertrauen der Mitglieder in die Arbeit der Geschäftsstelle.

Lutz Kaube

 

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