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15 Jahre Bildungsverband – ein Grund zum Feiern

Sigfried Schmauder, Rudolf Helfrich, Thiemo Fojkar
Verabschiedet: Gründungsmitglied Rudolf Helfrich (M.) geht nach 15 Jahren Verbandsarbeit. Siegfried Schmauder (l.), der die Lobrede hielt und Thiemo Fojkar verlieren mit ihm einen verlässlichen Mitstreiter.

Hamburg | Vor 15 Jahren, am 17. Mai 2002, gründeten sieben Bildungsträger den Bundesverband der Träger beruflicher Bildung – Bildungsverband e. V.  in Hamburg. Die Gründung war die logische Weiterentwicklung einer Kooperation, die in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts als „Arbeitskreis Überregionale Bildungsträger“ begann. Es war der Anfang einer Erfolgsgeschichte. Heute zählt der Bildungsverband 88 Mitgliedsunternehmen.

Die 15 Jahre erfolgreiche Verbandsarbeit  wurden im Mai gefeiert. Hierfür lud der BBB-Vorstand alle Mitglieder zur Mitgliederversammlung sowie Freunde und Partner zur anschließenden Jubiläumsfeier ein. Das Rahmenprogramm begann bereits tags zuvor mit einer zweistündigen Barkassenfahrt durch den Hamburger Hafen. Bei sonnigem Wetter und steifer Brise spann der Kapitän so manches Seemannsgarn und sorgte für launiges Vergnügen unter den etwa 50 Passagieren. Mit einem festichen Abendessen im Zwischendeck der „Rickmer Rickmers“, einem Dreimast-Vollschiff von 1896, das im Hafen als Museumsschiff liegt, ließ man den Tag ausklingen.

Nach der Mitgliederversammlung tags darauf begrüßte Vorstandsvorsitzender Thiemo Fojkar die Gäste zur offiziellen Festveranstaltung. Ihm folgte Siegfried Schmauder, Sprecher des deutschen Weiterbildungstages und ehemaliger Vorstandsvorsitzender des BBB. Er gab in seiner  Festrede einen Überblick über mehr als 15 Jahre Arbeitsmarkt- und Berufsbildungspolitik. Die Liste reichte vom Arbeitsförderungsgesetz über den „Vermittlungsskandal“ bis hin zu dem „arbeitsmarktpolitischen Tsunami“, der damals in Form der Hartz-Gesetzgebung über die Bildungsunternehmen hereinbrach.

Rudolf Helfrich, Zeitzeuge der BBB-Geschichte, bestätigte kopfnickend Schmauders Ausführungen. Er wurde nicht nur als stellvertretender Vorsitzender, sondern gleichzeitig als letztes Gründungsmitglied aus dem Vorstand verabschiedet. Dina Bösch, Geschäftsführerin der DAA Deutsche Angestellten-Akademie GmbH, wurde als neues Mitglied per Akklamation und ohne Gegenstimme in den Vorstand gewählt (siehe unten).

Das Highlight der öffentlichen Veranstaltung war ein beeindruckender Vortrag des Direktors des Hamburger Weltwirtschaftsinstitutes, Prof. Dr. Henning Vöpel, mit dem Thema „Verstehen wir die Welt nicht mehr?“

Grundsatzrede Denkanstöße

Vorgetragen: Prof. Dr. Henning Vöpel (l.) gab in seiner Grundsatzrede Denkanstöße. Dafür erhielt er lebhaften Applaus. Der Stellv. BBB- Vorstandsvorsitzende Achim Albrecht bedankte sich herzlich.

Eine ebenso brillante wie persönlich berührende Tour d`Horizon nicht nur durch die Arbeitsmarktpolitik, sondern durch die gesamten aktuellen Herausforderungen, seien es nun Globalisierung, Strukturwandel, Digitalisierung oder auch populistische Abschottungstendenzen in der aktuellen Politik. Die Zuhörer, darunter auch befreundete Verbände der Branche, waren begeistert, einerseits, weil sie alle sehr persönlich angesprochen wurden, andererseits, weil vieles sehr Nachdenkenswertes dabei war, und nicht zuletzt weil der Vortrag mit großem persönlichem Engagement und Verve „rüberkam“.
Alles in allem: Zwei gelungene, eindrucksvolle Tage – selbst das Hamburger Wetter spielte mit.

Dina Bösch, neu im BBB-Vorstand

Dina Bösch

Dina Bösch ist Geschäftsführerin der Deutschen Angestellten-Akademie (DAA) und Mitglied des Vorstandes der Zweckgemeinschaft des BBB. Sie verfügt über langjährige Erfahrungen im Bildungsmanagement, in der Organisationsentwicklung und in der Verbandsarbeit in unterschiedlichen Funktionen z. B. im ver.di Vorstand und in Aufsichtsräten. „Die Entwicklung von Bildungsarbeit im Kontext rasanter technischer Veränderungen ist eine der vorrangigen Herausforderungen, die durch den BBB mitgestaltet werden muss“, so das neue Vorstandsmitglied.

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