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Im Gespräch mit Parlamentariern

Gespräch in luftiger Höhe: Der Bildungsverband sucht Nähe zur Bundespolitik. Hier BBB-Vorstandsvorsitzender Thiemo Fojkar und BBB-Geschäftsführer Walter Würfel mit Bundestagsbgeordneten Stephan Stracke. Foto: Franz Siegert

Die Expertise des Bildungsverbandes wird nachgefragt

Berlin | Die Regierungsbildung hat lange gedauert – der BBB hat nicht untätig zugesehen. Der Bildungsverband hat allen Sondierern bei den Jamaika-Verhandlungen und auch bei den GroKo-Vorsondierungen seine „Erwartungen an eine neue Bundesregierung“ geschickt. Als deutlich wurde, dass es eine Große Koalition geben könnte und die Ausschüsse benannt waren, hat der Verband die Erwartungen an alle Mitglieder der Ausschüsse „Arbeit und Soziales“ und „Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung“ geschickt sowie Gesprächsangebote gemacht.

Die Resonanz war eindrucksvoll: Allein bis jetzt sind zehn Gespräche mit Parlamentariern der verschiedenen Fraktionen (außer der AfD) geführt und dabei verbandsrelevante Themen angesprochen worden. Alle MdB haben sich interessiert für die Aufgaben gezeigt, die der Bildungsverband als vordringlich ansieht: Digitalisierung in der Weiterbildung, Vorbereitung auf bevorstehende Veränderungen in der Beschäftigungssituation, denen viele Mitarbeiter von Unternehmen ausgesetzt sind. Förderung von sozialer Teilhabe für langzeitarbeitslose Menschen, um sie auf die Integration in den Arbeitsmarkt vorzubereiten und fit zu machen. Hier wurden den Abgeordneten Konzepte zugesagt, die im Zusammenhang mit den Forderungen des Koalitionsvertrages umgesetzt werden können.

Auch die Beschäftigungssituation von Lehrkräften in der Aus- und Weiterbildung war Thema, hier konnten Standpunkte zum Wert der geleisteten Arbeit und zur schwierigen Fachkräftegewinnung dargestellt werden. Wie sich die berufliche Bildung insgesamt unter den Bedingungen der Digitalisierung entwickeln kann und wird, wurde auch besprochen. Fragen des sozialen Zusammenhalts (das Thema des diesjährigen Deutschen Weiterbildungstages am 25./26. September!) und von sozialer Teilhabe wurden erörtert, auch Unterstützungsmöglichkeiten für bestimmte Zielgruppen wie Alleinerziehende oder Langzeitarbeitslose. Die Integration von Geflüchteten in Gesellschaft und Arbeitsmarkt war ebenfalls ein wichtiges Gesprächsthema.

Es geht um relevante Themen der Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik.

In den Gesprächen konnte deutlich gemacht werden, dass die Arbeit der Mitgliedsunternehmen an der Schnittstelle zwischen Bildung / Qualifizierung und Arbeitsmarktpolitik stattfindet, was beim Ministeriumszuschnitt (Bildungsministerium, BMBF und Arbeitsministerium, BMAS) nicht ganz einfach zusammenzudenken ist, zumal bei der Flüchtlingsintegration auch noch das Innenministerium in Gestalt des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) aktiv ist.

Eins war allen Gesprächen gemeinsam, unabhängig von der jeweiligen Parteimitgliedschaft: Der Bildungsverband wurde als wichtiger Gesprächspartner gesehen, auf den die Parlamentarier auch angewiesen sind, weil er ihnen im Austausch Informationen aus dem operativen Bereich der Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik gibt, auf die sie bei ihrer parlamentarischen und Ausschussarbeit angewiesen sind. Teilweise konnten dabei auch dauerhafte regelmäßige Austauschgespräche vereinbart werden.

So gesehen hat das Jahr 2018, was die Vertretung der Verbandsinteressen im politischen Raum betrifft, sehr schwungvoll und vielversprechend begonnen. Walter Würfel

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