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Freie Träger als Hilfe in der Ausbildungskrise

Bei einer Ausbildungskrise können freie Träger einspringen


Junge Leute dürfen den Start ins Berufsleben nicht verpassen / Förderung für Ausbildungsbetriebe

Berlin, den 25. Juni 2020

Aktuell ist noch völlig offen, wie viele junge Menschen in diesem Jahr planmäßig ihre Ausbildung beginnen können. Viele Unternehmen in Deutschland haben wegen der Corona-Krise Umsatzeinbußen erlitten, Kurzarbeit angemeldet oder sogar Mitarbeiter*innen entlassen müssen. Daher ist jetzt schon abzusehen, dass Ausbildungssuchende in diesem Jahr keinen Platz finden könnten und den Start ins Berufsleben verpassen.

Dem will die Bundesregierung mit einem Schutzschirm für Ausbildung begegnen. Unternehmen, die unter dem Lockdown und seinen Folgen zu leiden hatten und dennoch in diesem Jahr Auszubildende einstellen, können eine finanzielle Unterstützung beantragen. Während der Deutsche Gewerkschaftsbund optimistisch ist, dass damit eine Ausbildungskrise verhindert werden kann, sieht der Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft den Schutzschirm kritisch. Die Förderung von 3000 Euro pro Ausbildungsplatz sei unattraktiv, das Verfahren zur Beantragung zu aufwendig und bürokratisch.

„Falls es wirklich wie befürchtet zu einer Ausbildungskrise kommen sollte, könnten auch freie Bildungsträger einspringen“, so der BBB-Vorstandsvorsitzende Thiemo Fojkar. „Durch überbetriebliche Ausbildung und den anderen Angeboten rund um die Berufsausbildung können wir zwar den Unternehmen nicht bei ihren wirtschaftlichen Sorgen helfen, aber dazu beitragen, dass die Ausbildung gelingt und sie wirklich die dringend benötigten Fachkräfte erhalten. Wir stehen bereit, bieten als Partner der Unternehmen unsere Unterstützung an und fordern auch die Bundesagentur für Arbeit auf, mit ihren Förderangeboten flexibel auf die aktuelle Situation zu reagieren“, so Fojkar.