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BBB-VDP Pressemitteilung 151105

Migration und Flüchtlinge –
Herausforderungen für die Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik

Berlin, 05. November 2015 – Gestern fand ein gemeinsamer Parlamentarischer Abend des Verbandes Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) und des BBB Bundesverbandes der Träger beruflicher Bildung (Bildungsverband) e.V. zum Thema „Migration und Flüchtlinge: Herausforderungen für die Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik“ mit Vertretern aller Fraktionen des Deutschen Bundestages in Berlin statt. Auf dem Podium diskutierten Karl Schiewerling, MdB (CDU/CSU-Bundestagsfraktion), Katja Mast, MdB (SPD-Bundestagsfraktion), Brigitte Pothmer, MdB (Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen) und Dr. Rosemarie Hein, MdB (Bundestagsfraktion Die Linke).

Moderiert wurde die Diskussion von Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks. Anlass der Diskussion waren die großen bildungs- und arbeitsmarktpolitischen Herausforderungen für die Bildungsträger. „Der Abend hat erneut gezeigt, dass jetzt schnelles Handeln erforderlich ist. Der politische Rahmen muss klar sein, um eine nachhaltige Integration zu garantieren. Freie Bildungsträger werden bei dieser Aufgabe mit Rat und Tat zur Seite stehen „, so Dr. Klaus Vogt, Vizepräsident des VDP.

Die Situation wird sich voraussichtlich kurzfristig nicht ändern und nachhaltig das Bildungsgeschehen und den Arbeitsmarkt beeinflussen. Gerade im Hinblick auf die langfristigen Herausforderungen müssen alle verfügbaren Möglichkeiten genutzt werden. Der VDP und der BBB haben bereits ihre Unterstützung signalisiert, aber gleichzeitig eine umfassende Strategie zur nachhaltigen Integration von Flüchtlingen gefordert. Vor allem Sprachförderung muss von qualifizierten Bildungsunternehmen und dafür ausgebildeten Lehrkräften durchgeführt werden. „Handy-Sprachkurse sind hilfreich, können aber nicht Standard sein, da soziale und didaktische Aspekte nicht berücksichtig werden“, so Dr. Klaus Vogt, VDP-Vizepräsident.

Über die Hälfte der Asylbewerber, die derzeit nach Deutschland kommen, sind unter 25 Jahre. Deshalb brauchen junge Flüchtlinge möglichst schnell uneingeschränkten Zugang zum deutschen Schul- und Ausbildungssystem. Um eine Integration zu gewährleisten, müssen einheitliche Rahmenbedingungen geschaffen werden. „Das kürzlich verabschiedete Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz muss dies erfüllen, um Planungssicherheit bei den Bildungsträgern zu garantieren. Auch sind zusätzliche Mittel notwendig. Nur so können die gewünschten Integrationsziele erreicht werden.“ so Thiemo Fojkar, Vorstandsvorsitzender des BBB.