Wie kann das AZAV-System einfacher, transparenter und stärker an Qualität ausgerichtet werden? Darüber diskutierten Mitglieder des BBB bei einem Parlamentarischen Frühstück in Berlin mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Jens Peick.
Die Mitglieder brachten dabei zentrale Forderungen aus der Bildungspraxis ein: weniger Mehrfachprüfungen, transparentere Kostensätze, eine stärkere Berücksichtigung von Lohn- und Kostenentwicklungen sowie einheitlichere Verfahren. Bewährte Träger sollten zudem von unnötigem Prüfaufwand entlastet werden.
Peick zeigte sich für viele der eingebrachten BBB-Positionen offen. So unterstützte er den Ansatz, Prüfungen stärker an der nachgewiesenen Qualität eines Trägers auszurichten, und brachte für gut arbeitende Träger auch längere Prüfintervalle ins Gespräch. Auch die Forderung, dass Lohnsteigerungen bei den Kostensätzen berücksichtigt werden sollten, unterstützte der Sozialdemokrat.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Digitalisierung. Bereits vorgelegte und weiterhin gültige Nachweise sollten nicht mehrfach eingereicht werden müssen. Eine zentrale digitale Nachweisführung könnte hier Bürokratie deutlich reduzieren.
Auch bei der Qualitätsbewertung warben die Mitglieder für einen stärkeren Fokus auf die tatsächliche Wirkung von Bildungsangeboten. Lernziele, Qualifikationsentwicklung und Arbeitsmarktrelevanz sollten stärker berücksichtigt werden als reine Formalanforderungen.
Der Austausch machte deutlich: Eine Reform der AZAV bietet die Chance, Verfahren zu vereinfachen, Qualität stärker in den Mittelpunkt zu stellen und faire Wettbewerbsbedingungen zu sichern.
Der BBB wird auch in den kommenden Monaten mit Jens Peick sowie weiteren Abgeordneten und allen relevanten Akteuren im Austausch bleiben.
