Der Bundesverband der Träger beruflicher Bildung (BBB) hat gemeinsam mit dem Berufsverband für Integrations- und Berufssprachkurse (BVIB) zum Entwurf der Sechsten Verordnung zur Änderung der Integrationskursverordnung Stellung genommen. Die Verbände begrüßen das Ziel, die Zulassung zu Integrationskursen besser zu steuern, sehen die eigentlichen Herausforderungen jedoch in fehlenden Kurskapazitäten und einer unzureichenden Finanzierung.
Aus Sicht von BBB und BVIB löst die geplante Priorisierung bei der Kurszulassung das zugrunde liegende Problem nicht. Sie verändert lediglich die Reihenfolge der Zulassungen, schafft aber keine zusätzlichen Kursplätze. Anspruchsberechtigte, die bislang aufgrund fehlender Kapazitäten keinen Integrationskurs besuchen konnten, sollten deshalb weiterhin angemessen berücksichtigt werden.
Die Verbände fordern eine dauerhaft verlässliche Finanzierung des Gesamtprogramms Sprache. Nur so können ausreichend Kursplätze bereitgestellt, die bestehende Trägerlandschaft gesichert und qualifizierte Lehrkräfte langfristig gehalten werden.
Zugleich weisen BBB und BVIB darauf hin, dass Integrationskurse weit mehr leisten als die Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt. Sie fördern den Spracherwerb, gesellschaftliche Teilhabe und den sozialen Zusammenhalt und bilden damit eine wesentliche Grundlage für eine erfolgreiche Integration.
Der BBB wird den weiteren Gesetzgebungsprozess konstruktiv begleiten und sich gemeinsam mit dem BVIB für ein leistungsfähiges Integrationskurssystem mit verlässlichen Rahmenbedingungen einsetzen.
Die vollständige Stellungnahme von BBB und BVIB finden Sie hier.
